30/06/2026 - Watches

Text : Angela Meleti / Jorge S. B. Guerreiro                                Fotos : Longines

Royal Ascot 2026 x Longines

FERDE, HÜTE UND UHREN

Jeden Juni verwandelt sich eine Pferderennbahn in Ascot in eine der meistfotografierten Kulissen der Welt. Man kommt wegen der Pferde, gewiss, aber auch wegen der Hüte, der verlorenen Wetten und, seit fast zwanzig Jahren, wegen einer Schweizer Uhr, die Eleganz zu ihrer eigent- lichen Disziplin gemacht hat: Longines. Willkommen bei Royal Ascot.

Text : Angela Meleti / Jorge S. B. Guerreiro                                Fotos : Longines

Royal Ascot 2026 x Longines

FERDE, HÜTE UND UHREN

Jeden Juni verwandelt sich eine Pferderennbahn in Ascot in eine der meistfotografierten Kulissen der Welt. Man kommt wegen der Pferde, gewiss, aber auch wegen der Hüte, der verlorenen Wetten und, seit fast zwanzig Jahren, wegen einer Schweizer Uhr, die Eleganz zu ihrer eigent- lichen Disziplin gemacht hat: Longines. Willkommen bei Royal Ascot.

Longines World’s Best Racehorse

Es gibt im globalen Sportkalender einige Termine, die über den Wettkampf hinauswachsen und zu einem eigenständigen Kulturereignis werden. Royal Ascot gehört dazu.

Fünf Tage im Juni in Ascot, wo sich sportliche Höchstleistungen und britische Eleganz zu einem einzigartigen Ereignis verbinden – und das Geschehen abseits der Rennbahn fast ebenso viel Aufmerksamkeit erhält wie die Rennen selbst.

Die diesjährige Ausgabe hielt einmal mehr alle Versprechen: Rennen auf aussergewöhnlichem Niveau, die tägliche Königsprozession in der Kutsche, extravagante Hüte und kunstvolle Fascinators, die jede Vorstellung von Schwerkraft herausfordern, und am Handgelenk der Kenner unter den 300’000 Besuchern eine Schweizer Uhr von Longines.

Longines World’s Best Racehorse

... die auf gemeinsamen Werten beruht: Eleganz, Tradition und Freude an Leistung....

Die Schweizer Uhrenmarke aus Saint-Imier war dabei in dreifacher Funktion präsent: als Offizieller Partner, Offizieller Zeitmesser und Offizielle Uhr des prestigeträchtigen Rennmeetings. – ein Dreifachtitel, den sie seit 2007 bekleidet, seit dem Beginn einer Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen Werten beruht: Eleganz, Tradition und Freude an Leistung.

Die königliche Familie liess sich keinen einzigen Tag entgehen. König Charles III. und Königin Camilla waren während der gesamten Veranstaltung anwesend und nahmen täglich an der traditionellen königlichen Kutschenprozession teil, die über das Gelände zur Rennbahn führt.

Longines World’s Best Racehorse

Longines World’s Best Racehorse

Die Prinzessin von Wales, nach drei Jahren Abwesenheit wieder in Ascot präsent, sorgte am zweiten Tag für Aufsehen: ein leuchtendes Roksanda-Kleid in Gelb, dazu ein passender Jane Taylor-Hut in derselben Farbe. Ein Detail, das bei Royal Ascot viel bedeutet, denn hier ist der Hut kein blosses Accessoire, sondern eine Absichtserklärung. Im Royal Enclosure, dem exklusivsten Bereich des Gelän- des, müssen Damen eine Kopfbedeckung mit einer Basis von mindestens zehn Zentimetern tragen, während die Herren Zylinder und Weste vorgeschrieben bekommen.

Die Bandbreite der Interpretationen dieses Dresscodes, von dezent bis offen surrealistisch, gehört alljährlich zu den meistdokumentierten Spektakeln des Society-Kalenders. Die Ausgabe 2026 bildete da keine Ausnahme. Auf der Bahn stand das sportliche Niveau dem äusseren Glanz in nichts nach.

Im Rahmen der Veranstaltung lud Longines seinen Botschaf- ter der Eleganz, Henry Cavill, zu einem exklusiven Austausch mit den Gästen in der Longines Lounge ein. Der Schauspieler trug zu diesem Anlass ein historisches Sammlerstück: einen Vintage-Monopusher-Chronographen von 1926, ausgestattet mit dem Kaliber 13.33Z, dem ersten Armbandchronographen- werk der Marke, das 1913 eingeführt wurde. Hundert Jahre Abstand zwischen Uhr und Veranstaltung – ein elegantes Mittel, um daran zu erinnern, dass Longines und die Pferdewelt einander kannten, lange bevor das Wort «Partnerschaft» in den Wortschatz des Sportmarketings einzog. Die Verbin- dung reicht zurück bis 1869, als die Schweizer Uhrenmarke ihre erste Taschenuhr mit equestrem Motiv schuf, und bis 1878, als mit dem Chronographen 20H ein Präzisionsinstru- ment entstand, dessen Gehäuse einen Jockey zierte und das eigens für die Zeitnahme bei Rennen entwickelt worden war.

An der Seite von Henry Cavill trug Sara Ali Khan, indische Schauspielerin und Freundin der Marke, ein Drei-Zeiger- Modell der neuen Master Collection, die Longines bewusst in Ascot präsentierte. Die Kollektion verdient einen genaueren Blick. Ursprünglich 2005 lanciert und für diese Ausgabe vollständig überarbeitet, ist sie nun in vier Durchmessern (30, 34, 39 und 41 mm) erhältlich, um Frauen und Männern gerecht zu werden. Das charakteristische Gerstenkorn-Zifferblatt zieht sich als stilistischer Faden durch die gesamte Linie: in Varianten mit Perlmutt und diamantbesetzten Indexen, in silberfar- benen Ausführungen mit arabischen Ziffern oder in grösseren Modellen in Blau oder Silber, teils mit östlichen arabischen Ziffern. Konkave Lünette, überarbeitete Zeiger und die Wahl zwischen Stahlarmband und Lederband vervollständigen eine Linie, die das Gleichgewicht zwischen Tradition und Zeitgeist nicht bloss anstrebt, sondern tatsächlich findet. Im Innern arbeiten exklusive Automatikwerke (L592.5 und L888.5) mit Silizium-Spiralfedern, die erhöhte Magnetfeldresistenz und Präzision bieten und von Longines mit einer fünfjährigen Garantie abgedeckt sind.

Bei Longines bleibt Technologie nicht auf die Uhrwerke beschränkt. Seit 2018 ist das Longines Tracking System auf dem Renngelände in Ascot im Einsatz: ein satellitengestütz- tes Echtzeitsystem, das präzise Daten zur Positionierung der Pferde und zur Renndynamik liefert, für Analysten wie für Zuschauer gleichermassen. Eine Innovation, die verrät, wie die Marke ihre Partnerrolle versteht: nicht als logobehafteten Auftritt auf einem Banner, sondern als messbaren Beitrag zum sportlichen Erlebnis.

Longines World’s Best Racehorse

Longines World’s Best Racehorse

Royal Ascot 2026 schloss am 20. Juni seine Tore. Es hinter- liess einen Rasen, der von rund 300’000 Besucherinnen und Besuchern betreten wurde, unzählige Hüte, die sich längst in den sozialen Netzwerken verewigt haben, und die Gewissheit, dass gewisse britische Rituale allem widerstehen – selbst dem Zahn der Zeit. Longines, das die Rennen in Ascot chrono- metrierte, lange bevor das Selfie erfunden wurde, hat allen Grund, die Formel weiterhin als stimmig zu empfinden.

Sara Ali Khan und Henry Cavill stiessen bei der Preisübergabe des Royal Hunt Cup zu Longines-CEO und Präsident Patrick Aoun, der uns anlässlich seines ersten Jahres an der Spitze der Compagnie des Montres Longines Francillon SA ein ausführ- liches Gespräch gewährte – dem vollständigen Namen der traditionsreichen Schweizer Uhrenmarke aus Saint-Imier, der auf «Les Longines» verweist, jene Bezeichnung für das Feld am Ufer der Suze, wo alles begann. Das Interview finden Sie auf den folgenden Seiten.

Longines World’s Best Racehorse

HENRY CAVILL, SARA ALI KHAN UND LONGINES-PRESIDENT UND CEO PATRICK AOUN.

INTERVIEW MIT PATRICK AOUN, PRESIDENT UND CEO VON LONGINES

Roadbook: Herr Aoun, Sie sagen, Tradition sei ein Kompass, keine Ankerkette. Ein bemerkenswerter Satz. In welchen Momenten leitet Sie die Tradition, und wann muss man den Mut aufbringen, neue Wege einzuschlagen?

Patrick Aoun: Unsere Geschichte gibt uns eine Richtung vor, setzt aber keine Grenzen. Bei Longines tragen wir ein Erbe von fast zwei Jahrhunderten. Es wäre ein Fehler, es zu igno- rieren – aber ebenso riskant, sich davon gefangen nehmen zu lassen. Im Alltag stelle ich mir oft eine einfache Frage: Ent- spricht diese Entscheidung unserer DNA? Wenn die Antwort ja lautet, können wir kühn sein. Die Tradition leitet mich, wenn es darum geht, unsere Eleganz und unsere uhrmacherischen Ansprüche zu bewahren. Sie hindert mich aber nicht daran, neue Wege in der Kundenerfahrung, im Vertrieb oder in der Kommunikation zu erkunden.

RB: Sie haben die Leitung von Longines erst vor einem Jahr übernommen, nach mehreren Stationen inner- halb der Swatch Group. Wie fällt Ihre erste Zwischen- bilanz aus – persönlich wie beruflich –, nachdem Sie das Haus nun als CEO von innen kennen?

PA: Wer neunzehn Jahre im Unternehmen verbracht hat, springt nicht ins kalte Wasser. Mein Eindruck heute ist sehr positiv. Unsere Grundlagen sind solide, unsere Identität klar, und die Teams sind ausserordentlich engagiert. Das schafft echtes Vertrauen in die Zukunft.

RB: Ihr Werdegang hat Sie durch sehr unterschiedli- che Märkte geführt: Naher Osten, Südostasien, Indien. Welche Erfahrungen haben Ihre Sicht auf die Marke, auf Menschen und auf Führung am stärksten geprägt? Wie fliessen diese Lektionen in Ihre heutige Vision für Longines ein?

PA: All diese Erfahrungen haben mich von einer Sache überzeugt: Die Emotion rund um eine Uhr ist universell. Die Art, sie auszudrücken, ist jedoch zutiefst lokal. Heute ist meine Vision klar: eine starke Identität, verbunden mit einer aufmerksamen Haltung gegenüber den einzelnen Märkten. RB: Longines verbindet Eleganz, Präzision und Inno- vation auf einzigartige Weise. Wo sehen Sie derzeit das grösste Innovationspotenzial für die Marke? Im Design, in der Technologie oder in der emotionalen Erfahrung rund um die Uhr?

PA: Die Uhrenbranche entwickelt sich schnell, und die Konsu- menten suchen Uhren, die gleichzeitig schön, zuverlässig und

alltagstauglich sind. Um relevant zu bleiben, müssen Marken innovieren, ohne dabei ihre Traditionen aufzugeben. Bei Lon- gines stand Innovation stets im Zentrum unseres Ansatzes. Nach der Erfindung der Doppelzeitzonen-Uhr, des Flyback-Chronogra- phen oder der Hochfrequenzwerke erforschen wir heute, in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Einheiten der Gruppe, neue Materialien und antimagnetische Komponenten, um unsere Uhren noch präziser, zuverlässiger und langlebiger zu machen. RB: Eleganz ist bei Longines kein Schlagwort, sondern eine Haltung. Wie gelingt es Ihnen, diese zeitlose Eleganz zu bewahren und gleichzeitig jüngere Generationen anzusprechen, ohne die DNA der Marke zu verwässern? PA: Jüngere Generationen suchen keine Marken, die «jung wirken» wollen. Sie suchen authentische Marken. Unsere Ele- ganz ist zeitlos. Es liegt an uns, sie mit den richtigen zeitgenös- sischen Codes auszudrücken: Design, Storytelling, Botschafter. Es geht nicht darum, zu verändern, wer wir sind, sondern darum, aufrichtig zu sprechen.

RB: Longines ist seit Jahrzehnten eng mit dem Spitzen- sport verbunden. Präzision unter extremem Druck. Was fasziniert Sie persönlich an dieser Verbindung zwischen Sport und Zeitnahme, und warum passt sie so perfekt zur Philosophie von Longines?

PA: Die Technologie muss absolut einwandfrei sein. Dieser Anspruch findet sich in unseren Uhren wieder. Der Sport nährt unsere interne Leistungskultur. Für uns bedeutet das Zeitmessen bei einem Wettkampf mehr als die Erfassung von Hundertstelsekunden. Es geht darum, Momente einzufangen, Emotionen, Leistungen, die in die Geschichte eingehen. Diese Verbindung zwischen sportlicher Höchstleistung und Präzi- sion spiegelt unsere Werte perfekt wider: Anspruch, Zuverläs- sigkeit und Eleganz in allem, was wir tun.

RB: Longines ist seit mehreren Jahrzehnten auf dem chi- nesischen Markt präsent, der heute erhebliche Schwie- rigkeiten erlebt. Nach einem schwierigen Jahr 2025 beginnt 2026 nicht besser, mit grossen internationalen Unsicherheiten. Was hält Sie manchmal nachts wach? PA: Was mich am meisten beschäftigt, ist nicht die kurzfris- tige Volatilität. Es ist die Frage, ob unsere heutigen Entschei- dungen die Marke langfristig stärken. Longines hat fast zwei Jahrhunderte Geschichte durchlebt. Unsere Stärke liegt in der Beständigkeit.

RB: Tradition, Eleganz und Leistung sind die drei Pfei- ler von Longines. Nach einem Jahr an der Spitze des

Hauses: Gibt es eine dieser drei Säulen, die Sie beson- ders stärken möchten, oder empfinden Sie das aktuelle Gleichgewicht als optimal?

PA: Diese Werte sind untrennbar. Ihr Gleichgewicht ist grundlegend.

RB: Sie sind bekannt für Ihren dynamischen, inter- nationalen Führungsstil und Ihre Nähe zu den Teams. Was definiert Ihrer Meinung nach eine moderne und wirksame Führung, gerade in einem Haus, das so stark in der Tradition verwurzelt ist?

PA: Eine klare Vision haben, nah bei den Teams sein und in den Entscheidungen konsequent bleiben. In einem so traditionsver- bundenen Haus muss man gleichzeitig Hüter und Antreiber sein. Viel zuhören, mutig entscheiden und Energie geben.

RB: Wenn Sie in einige Jahre vorausblicken: Woran würden Sie erkennen, dass Sie Longines nicht nur erfolgreich geführt, sondern die Marke auch auf der emotionalen Ebene weiterentwickelt haben?

PA: Meine Priorität ist einfach: unsere Führungsposition in unserem Preissegment stärken und dabei unserer Identität und unserem Slogan treu bleiben: «Elegance is an attitude». Das bedeutet, starke Kollektionen anzubieten, hohe Qualitäts- standards zu wahren, eng mit unseren Partnern zusammen- zuarbeiten und ein tadelloses Kundenerlebnis zu bieten – im Laden wie online.

www.longines.com

Longines World’s Best Racehorse

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